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 MAZ 1. Juni 2012 MS 

"Bilder im Feld: Filminstallation im Kunstraum"
"Im Film auf der linken Leinwand sitzen vier Mädchen auf einer Bank. In der Szene, die auf die rechte Leinwand geworfen wird, liegen vier Jungen unter einem Traktor-Anhänger und pressen ihr Gesicht in den Boden. Plötzlich schauen alle vier auf und die Mädchen links fangen an zu gackern.

…Durch Michael Merkert und Uwe Bossenz hat der Film eine Musik- und Geräuschkulisse erhalten, die sich ganz stark nach Brandenburg anhört. Noch bis zum Sonntag ist die halbstündige Installation in einer Endlosschleife zu sehen."


 
 ND 13. April 2012 Tom Mustroph 

„Sanft versinkt das Land“
„Alle Berliner Geschwätzigkeit fällt wie vertrockneter Lehm von den Leibern, wenn man sich den von der Choreographin Paula E. Paul behutsam in Szene gesetzten Mitgliedern diverser Freizeitvereine auf dem Lande aussetzt, deren Dialog mit der Umgebung der Filmemacher Sirko Knüpfer ebenso behutsam einfing.

…Und was in einem Mittelwesten-Thriller der Gebrüder Coen zum gewalttätigen Aufeinanderprall der Lebensformen ausgemalt worden wäre, gerät dem Duo Knüpfer und Paul zu einem die diversen Subkulturen verbindenden Pas de Deux. Es stellt sich die Vermutung ein, dass in den Bikerklamotten auch manches Chormitglied stecken könnte - und mancher sangeslustige und sangesfähige Biker sich auch den Regeln eines Chores anvertrauen würde. Kein Wunder also, dass die Zweiradhelden am Ende die Chormitglieder auf dem Sozius mitnehmen.“…„Die filmische Installation - ein Loop von 30 Minuten Länge - lebt aber auch von subtilen Gesten. Das Armeverschränken und Kopfkratzen der einen wird von anderen als choreographisches Element aufgenommen. Eine Mädchengruppe auf der Bank korrespondiert über die Leinwände hinweg mit einer Gruppe Jungs, die unter einem Hänger liegen. Herrlich auch die Taucher des Tauchsportclubs Filmstadt Babelsberg, die mit Flossen und Brille die Wasserlinie durchbrechen, die die Füße der preußisch kostümierten Tänzer vor den Augen verbirgt.

…»Choreographische Bilder im Feld« gelingt es, hinter das Staunen über die Weite des Landes und das meist sogleich folgende Erschrecken über die Starre und Schwermut zu dringen. Der Film löst diese Standardbilder auf und macht Kräfte und Strukturen vom Werden und Gewordensein sichtbar.“


 
 taz 11. April 2012 Katrin Bettina Müller 

„Das ist eine schöne Komposition vom kollektiven Loslassen, vom Träumen unter offenem Himmel - und auch von einer Ereignislosigkeit, die das Bild vom Land im Gegensatz zur Stadt als Ort der Ereignisse prägt.

…„Der Städter fährt in seiner Freizeit gern aufs Land, um dort zu finden, was er in der Stadt nicht hat: Wald, Weite, Wasser. Wer dort immer schon lebt, organisiert sich anders, um die Zeit zu füllen, die nicht der Arbeit und der Produktivität gilt. Auch davon erzählt diese Filminstallation, von den Wunschbildern des Ländlichen und den Defiziten ihrer Realität. Aber die Filmbilder bleiben dabei ganz leise und unaufdringlich, sie stören die Idylle nicht, in manchen Momenten denkt man, das ist jetzt schon etwas sehr harmonisch. Aber eigentlich will man es genau so haben.“


 
 MAZ 10. April 2012 Juliane Primus 

„Perfekt unperfekt hat das Potsdamer Künstlerduo „Kombinat“ Brandenburgs Land und Leute in Szene gesetzt.
…Umgeben von vier Leinwänden, auf denen parallel das Leben nach märkischer Manier tobt, stellt sich die Frage, welcher Blickwinkel auf das Land wohl der beste ist. Die Musik im Hintergrund lenkt den Blick und bringt Ruhe in den Rausch der Bilder. Doch egal, wo man hinschaut, überall ist plötzlich tiefblaues Havelwasser, es steht dem Zuschauer bis zum Hals. Eine Bank taucht im rechten Bild auf, sie steht mitten im Wasser. Die Merkwürdigkeiten häufen sich: Auf einer Bank sitzen Taucher in schwarzen Neoprenanzügen und dösen in der Mittagssonne, an eine Schulter angelehnt schlummert eine ältere Dame. Ein weißes spitzenbesetztes Kleid trägt sie, als wäre sie aus Fontanes „ Effi Briest“ entsprunen. Schnitt.

…Windräder bei Sonnenuntergang im linken Bild. Schnitt. Im rechten Bild macht ein Chor ein kollektives Nickerchen im Bushäuschen. Schnitt. Kondensstreifen am Himmel. Schnitt. Irgendwann tanzt die wilhelminische Gesellschaft durchs knöcheltiefe Wasser. Auf den anderen Leinwänden drehen die Ausflugsschiffe „ Sanssouci“ und „Charlottenhof“, als hörten sie die selbe Musik.“


 
 MOZ 7.April 2012 Märkische Oderzeitung (Berlin) 

„Freie Zeit ist Luxus. Wenn die Arbeit getan ist, erst dann bekommt der Mensch die Gelegenheit, ganz er selbst zu sein. Wie also nutzen die Leute ihre Freizeit? Was spornt sie an? Welchen Zwängen unterwerfen sie sich freiwillig und voller Lust, wenn sie an nichts gebunden sind? Das Künstlerkollektiv Kombinat hat sich auf die Spuren von Freizeitgesellschaften begeben.

…In der Folge ist "Choreografische Bilder im Feld" nicht nur ein ästhetisches und intellektuelles Vergnügen, sondern gewinnt emotionale Tiefe. Dazu kommen ein kaum zu übersehendes Augenzwinkern und die große Lust, mit der die Protagonisten sich an dem Projekt beteiligten - alles in allem eine runde, sehenswerte Sache.“


 
 Tagesspiegel 7.April 2012 Sina Schroeder 

„Das Unspektakuläre zu etwas Besonderem zu machen ist Ziel der Inszenierung. So sind banale Tätigkeiten wie warten und schlafen Teil der filmischen Handlung.“


 
 PNN 14./15.Januar 2012 Astrid Priebs-Tröger 

„…Die Vorführung von „Choreografische Bilder im Feld“ begann wunderbar ironisch mit einem „Tauchballett“. Es folgten Einstellungen, die gigantische Tagebauanlagen oder die bezaubernde Seenlandschaft Brandenburgs einfingen.
Doch es ist kein „Heimatfilm“…
…Wohltuend bei diesem Film sind die Langsamkeit und die feine Ironie, mit der sowohl die großen politischen als auch die kleinen menschlichen Fragen nie vordergründig in Szene gesetzt werden.“


 
 MAZ 14./15.Januar 2012 Judith Görs 

„…Bei den Szenen und Schnitten setzt „KOMBINAT“ auf assoziative Bild-Ton-Montagen, die auf unkonventionelle Art und Weise aneinander gereiht werden. Der befremdliche Mix aus Motorengeräusch und rotierenden Windrad wird beispielsweise erst im Folgebild, auf dem ein Biker vom Potsdamer Club „Preußen Chapter“ seine Harley Davidson anwirft, aufgelöst. Der Film lebt von diesem Mut zum Antagonismus. Dennoch werden die zuweilen kuriosen Protagonisten nicht der Lächerlichkeit preisgegeben. Vielmehr blicken die Macher mit einer Mischung aus künstlerischer Distanz und menschlicher Neugier auf ein sympathisches Völkchen mit Ecken und Kanten.“


 
 PNN 10.Januar 2012 Heidi Jäger 

„…Die Filme und die Fotos offenbaren beeindruckende Landschaften, in denen Menschen wie selbstverständlich ihren Platz finden und durch kleine Inszenierungen einen Kontrapunkt dazu schaffen. Mit insgesamt 76 Protagonisten bietet die Arbeit einen Rundblick durch Brandenburger Freizeitwelten und wirft einen melancholischen und humorvollen Blick auf dieses Land.“


 
 PNN 5.Januar 2012 Heidi Jäger 

„…Diese choreografischen selbstironischen Gruppenbilder tragen das Qualitätslabel „Made in Potsdam“.“


 
 MAZ 19.12.2011 Marlies Schneibel 

„…So viel wurde wohl noch nie gelacht im Saal am Paretzer Schloß. Ein inhomogenes Publikum hatte sich gestern zur Filmmatinée eingefunden: gesetzte Damen, durchtrainierte Herren, schlurfige Jugendliche, Lederwestengeschützte Motorradfahrer, sie alle waren Protagonisten in dem Filmprojekt… Insgesamt 76 Protagonisten sind in „Choreografische Bilder im Feld“ zu sehen, mit unter mit ähnlichen Gesten und Körperhaltungen. So erhält der Film seinen eigenen Rhythmus, eine Art Tanz entsteht über die verschiedenen Drehorte hinweg. Der ganze Film ist Bewegung, heiter und ohne Hektik erschließt er das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen.“


 
 BRAWO 2.Oktober 2011 Wolfgang Balzer 

„…Durch den Blick der Kamera wurden sowohl in Hoppenrade als auch beim Dreh an der Havel besonders die kleinen Gesten ungewöhnlich bered, rhythmisch, lakonisch aber auch sympathisch. Die fertige Arbeit spricht eine eigene Sprache, die man ohne Worte versteht…“


 



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