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Presse



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 MAZ 15.1.2016 Volker Oelschläger 

"Und während sie so fahren und reden, entwickelt das Stück mit fantastischer Gelassenheit eine Spannung, die bis zum Ende nicht mehr abklingen soll. Drei Frauen auf diesen sonst so albern wirkenden Elektrorollern beherrschen den Raum, spinnen, verwirren und entzerren immer neue Beziehungsgeflechte. Unterlegt ist das Ganze mit sparsam gesetzten musikalischen Motiven und meist gesprochenen Stichworten, Satzfetzen, Zitaten aus neuen und älteren Liedern, die wie ein ordentlicher Stadtrundgang Schicht für Schicht kollektive Erinnerung aktivieren. …

Seit 2009 macht das von der Choreografin Paula E. Paul und dem Medienkünstler Sirko Knüpfer gegründete Kombinat mit genreübergreifenden Inszenierungen von sich Reden. Das gemeinsam mit dem Musiker Tobias Unterberg und den Performerinnen Christine Jensen, Tanja Watoro und Maria Arnold produzierte Segway-Ballett "Mein Touristenführer" erwies sich als geglückte Eröffnung des Festivals zum Jahresbeginn."


 
 ND 15.1.2016 Tom Mustroph 

Das Ensemble Kombinat führt mit »Mein Touristenführer« in eine besondere Tanzzukunft
Migration und Mobilität auf »Marsrovern«

"Dieses eher gebrandmarkte Gefährt holen die Choreografin Paula E. Paul und der Videokünstler Sirko Knüpfer nun aus der Tourismus-Ecke. 'Elegant gleiten ihre drei Performerinnen über das Straßenraster, das in der Potsdamer Arena im Waschhaus installiert ist. Die etwa 100 Zuschauer sitzen auf 16 Inseln verteilt zwischen diesen Bahnen. Vor ihren Augen gleiten die retrofuturistisch gekleideten Performerinnen Tanja Watoro, Christine Jensen und Maria Arnold nicht nur gefühlvoll dahin, sondern beschleunigen auch, rasen gar aufeinander zu und vermeiden gerade noch Kollisionen. Sie voll- führen Pirouetten an Ort und Stelle, bilden zu zweit oder zu dritt größere Mensch-Maschine-Konstellationen · und zeichnen flüchtige Figuren in den Raum.
Außerdem singen sie. Meist handelt es sich um Popzitate, die Tobias Unterberg, manchen noch als Cellist bei der Berliner Punkrockband Inchtabokatables bekannt, in einen Elektropop-Raumklang integriert hat. …

»Mein Touristenführer« hält der Wucht der aktuellen Ereignisse aber stand, weil nicht erklärt, dokumentiert, beschrieben oder kommentiert wird, was jenseits der Ziegelmauern der Arena geschieht. Vielmehr wird ein Assoziationsraum geschaffen, der sowohl in seinen geometrischen Dimensionen als auch in der Zeit gedehnt ist und in dem Platz herrscht, Phänomene von Migration und Mobilität, von Flucht und Heilsversprechen mit Herz, Hirn, Bauch, Auge und Ohr zu verarbeiten."


 
 16.1.2016 PNN Ariane Lemme 

„Anstrengungslos , ja schwebend , bewegen sich auch die drei Tänzerinnen auf den lautlosen Dingern , beschleunigen , fliegen um Kurven zwischen den quer durch den Raum verteilten Zuschauerreihen , drehen endlose Pirouetten. Lächerlich allerdings wirken sie keine Sekunde , sondern wie Kriegerinnen , Amazonen , Engel aus anderen Sphären. So klingt auch erst mal die Musik: von fern , vermischt mit Meeresrauschen. Irgendwie beruhigend - und trotzdem ziept darunter schon eine Unruhe, die Sehnsucht vielleicht oder das Wissen um die Gefahren einer Reise. …

Es wird, durch die eleganten, geschmeidigen Bewegungen der Performerinnen, durch Musik und Text, Schönheit geschaffen- und sofort gebrochen. Verwirrung gestiftet. Mal weil die Musik bedrohlich wird, mal weil wieder ein düsterer Fetzen Text gesprochen wird. Genauso schwappt ihr Tanz ständig hin und her zwischen angedeutet slapstick-artiger Komik und dem ganz großen Schmerz. Denn so schnell sie sich auch bewegen und bremsen können, so souverän sie ihre Gefährte beherrschen- so wenig schaffen sie es, sich wirklich einander anzunähern. Jede bleibt einsam.
Das trifft es. Der Sehnsucht folgen heißt einsam sein: Reisen , die Begegnung mit dem Neuen , funktioniert ja sowieso immer nur alleine. Egal ob durch Raum oder Zeit. Weil man mit einem Gefährten an der Seite immer in der eigenen Herkunft verhaftet bleibt, nicht loskommt und sich deshalb nie wirklich einlässt auf das Fremde. Alles andere- Gruppenreisen etwa- mag Tourismus sein, etwas, das sich eigentlich nur mit dem mühelosen Sightseeing auf Segways bebildern lässt. Der Clou bei Kombinat ist, dass sie die Segways nutzen, um genau das deutlich machen. “


 



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Gefördert mit Mitteln der Ministerien für Wissenschaft, Forschung und Kultur, sowie für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung durch die Landeshauptstadt Potsdam, Fachbereich Kultur und Museum sowie der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Eine Produktion von KOMBINAT kombiniert TANZ und FILM g.UG.